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Die Geschichte vom kleinen Onkel

Musik für Junge Oper: “Die Geschichte vom kleinen Onkel”
Von Thomas von Brömssen
Nationaltheater Mannheim
Regie: Thomas Hollaender
Musik: Markus Reyhani
Bühne: Kostüme Janina Mendroch
Premiere 12.01.2008 / Foto: Hans Joerg Michel
Ab 5 Jahren

„Es war einmal ein kleiner Onkel. Der kleine Onkel war sehr einsam. Niemand kümmerte sich um ihn, obwohl er sehr nett war. Alle fanden ihn zu klein. Und dann fanden sie auch noch, dass er dumm aussah. Und seinen Hut mochten sie auch nicht leiden. Deswegen war niemand nett zu dem kleinen Onkel. Nachts weinte er manchmal, weil er so traurig war.“
Eines Tages aber hat er eine Idee. Er schreibt auf einen Zettel: KLEINER ONKEL SUCHT EINEN FREUND und heftet ihn an einen Baum. Dann geht er zufrieden nach Hause und wartet. Zehn Tage und zehn Nächte wartet der kleine Onkel. Am elften Morgen sitzt ein Hund neben seinem Bett. Sie schauen sich lange an, bevor der kleine Onkel dem Hund zögernd einen Keks anbietet, den der Hund ebenso zögernd annimmt. Am nächsten Tag kommt der Hund wieder – und auch am nächsten Tag. Und am übernächsten Tag bringt er einen kleinen Koffer und ein Bett aus Pappkarton mit. Von nun an sind die beiden unzertrennlich. Sie genießen den Sommer, kämpfen gegen den Herbststurm und feiern gemeinsam. Doch dann entstehen Missverständnisse, die für viel Verwirrung sorgen, bevor der kleine Onkel wieder zufrieden auf der Treppe vor seinem Haus sitzen kann.

Die Geschichte vom kleinen Onkel erzählt mit wenig Worten, poetischen Bildern und viel Musik von der Sehnsucht einen Freund haben zu wollen und von der Erkenntnis, dass teilen nicht verlieren bedeutet.

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